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Dr. Gerhard Reszler
Eutergesundheitsprobleme haben auf den Milchkuhbetrieben vielfältige Auswirkungen. Es gibt Betriebe mit hohen Zellzahlen, aber ohne sichtbare Veränderungen an den Eutern und an der Milch. Andere Milcherzeuger haben ständig klinisch euterkranke Kühe, betreiben einen hohen Behandlungsaufwand und halten damit die Zellzahlen ihrer Herden auf niedrigem Niveau. Dazwischen gibt es viele Abstufungen. Allen Formen gemeinsam ist die massive Auswirkung auf die Rentabilität der Milcherzeugung in Form von Behandlungskosten und indirekten Kosten wie vermehrte Abgänge, Sperrmilch und Arbeitsaufwand. Viele Mastitisprobleme sind auf den Betrieben auch mit hohem Behandlungsaufwand nicht in den Griff zu bekommen. Zudem sind Mastitisprobleme häufig mit Fruchtbarkeitsstörungen gekoppelt, so dass sich finanzielle Schäden doppelt auswirken.
Zellzahlprobleme und Euterentzündungen haben häufig mehrere Ursachen, es sind sog. Faktorenerkrankungen. Das bedeutet, es gibt nicht eine einzige Ursache für Störungen der Eutergesundheit. Mehrere Faktoren wie Melkarbeit, Melktechnik, Fütterung, Haltung, Stallhygiene und ein unterschiedliches Erregerspektrum wirken sich aus. Die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Eutergesundheit müssen untersucht und analysiert werden, damit eine gezielte Beratung möglich ist.
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